Terug

Energie


Interview mit Antoon Panhuijzen

„Die durch uns verursachte Umweltbelastung und unsere moralische Verpflichtung, diese so weit wie möglich zu beschränken, sind uns voll und ganz bewusst. Auch die Gesellschaft, unsere Stakeholders, fragen immer häufiger danach“, berichtet Antoon Panhuijzen, verantwortlich für die Umweltstrategie bei Van Geloven. Die Senkung des Energieverbrauchs (Gas und Strom) ist eines der großen umweltbezogenen Themen, denen sich das Unternehmen aktiv und messbar zwecks Reduzierung der Umweltbelastung widmet.

Die Fabriken von Van Geloven in Maastricht und im belgischen Mol sind ISO 14001-zertifiziert. In den Fabriken in Tilburg und Helmond wird zwar ebenfalls nach den Grundsätzen der ISO 14001-Zertifizierung gearbeitet, für diese wurde jedoch kein offizielles Zertifikat beantragt. Dies wird vorerst auch nicht angestrebt, da dies in Anbetracht des heutigen Arbeitssystems lediglich ein administrativer Akt ohne Mehrwert wäre.

Große Schritte innerhalb des MJG
Als die Arbeitgebervereinigung uns die Gelegenheit der Beteiligung bot, schloss sich Van Geloven im Jahr 2001 als einer der ersten dem MJG (Mehrjahresgespräch) in Sachen Energieeffizienz für den Fleischsektor des (heutigen) ‚Rijksdienst voor Ondernemend Nederland‘ (Staatliche Behörde für das Unternehmertum in den Niederlanden) an. Im Jahr 2012 trat das MJG3 in Kraft. Daran sind seit Inkrafttreten auch die Niederlassungen in Tilburg, Helmond und Maastricht beteiligt. Die Fabrik in Mol nicht, da die Beteiligung ausschließlich niederländischen Unternehmen vorbehalten ist. Die MJG-Selbstbindung sieht vor, dass der Snack-Produzent eine Energieeinsparung (Gas und Strom) um 2% pro Jahr und Tonne Produktion anstrebt. „Wir tun alles, was in wirtschaftlicher Hinsicht möglich ist, um dieses Ziel zu erreichen“, erzählt Antoon Panhuijzen. „Im Vergleich zum MJG 2002 ist es vor allem innerhalb der Prozesse eine Herausforderung, noch mehr Gewinn zu erzielen, da wir seitdem bereits in vielen Punkten große Schritte unternommen haben. Wir suchen daher nach Möglichkeiten, um selbst nachhaltige Energie zu erzeugen und mit relevanten Behörden und anderen Parteien, wie etwa unseren Lieferanten, gemeinsam in enger Absprache die Möglichkeit einer Zusammenarbeit in der Kette auszuloten.“

Senkung des Gasverbrauchs um 3%
Im Allgemeinen fällt auf, dass Van Geloven relativ viel Energie verbraucht. Antoon führt dies zunächst auf den hohen Gasverbrauch zurück: „Wir pasteurisieren alle Produkte. Dafür ist große Hitze erforderlich, die wir insbesondere mit Gas erzeugen. Im Zeitraum 2009-2013 haben wir unseren Verbrauch (von Gas pro Tonne Produktionsvolumen) um 3% senken können, indem wir Wasser zum Teil mit Restwärme erhitzt haben, die aus den Gasen der Dampfkessel sowie aus thermischen Ölanlagen freigesetzt wurde. Da das Gas in den Dampfkesseln und thermischen Ölanlagen vor allem verbraucht wird, um die Produkte zu garen und zu pasteurisieren, gibt es zurzeit kein großes Verbesserungspotenzial mehr.“ Die Schwankungen beim Gasverbrauch werden vornehmlich durch Wettereinflüsse (2010 hatten wir einen strengen Winter im Januar/Februar und Dezember, wodurch wir in jenem Jahr einen besonders hohen Verbrauch verzeichnet haben) und ein schwankendes Produktionsvolumen beeinflusst. 2014 ist der Gasverbrauch um eine Tonne gesunken, was zum Teil dem milden Winter geschuldet ist.r de vestigingen in Tilburg, Helmond en Maastricht sindsdien aan deelnemen. De fabriek in Mol niet, omdat dit alleen mogelijk is voor Nederlandse bedrijven. Het MJA-commitment betekent dat de snackproducent streeft naar 2% energiereductie (gas en elektra) per jaar per ton productie. “We doen wat vanuit economisch oogpunt mogelijk is om deze doelstelling te behalen”, vertelt Antoon Panhuijzen. “Ten opzichte van de MJA in 2001 is het vooral binnen de processen een uitdaging om nog meer winst te realiseren, omdat we sindsdien op veel punten al grote stappen gezet hebben. We zoeken daarom naar mogelijkheden om zelf duurzame energie op te wekken en nauw samen te werken met relevante overheidsinstanties en andere partijen, zoals bijvoorbeeld onze leveranciers om te kijken naar mogelijke samenwerking in de keten.”


Senkung des Stromverbrauchs um knapp 9%
Der hohe Stromverbrauch lässt sich durch die hohe Anzahl von Maschinen erklären, die für die Herstellung der Produkte zum Einsatz kommen. Darüber hinaus werden die meisten Snacks mit einer Temperatur von -18 ° Celsius geliefert. „Die Abkühlung der Pasteurisierungstemperatur auf diese Endtemperatur verbraucht viel Strom“, erzählt Antoon. Zusammen mit der Lagerung der tiefgekühlten Rohstoffe und Endprodukte ist diese Abkühlung für mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs verantwortlich. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir unseren Stromverbrauch pro Tonne Produktionsvolumen übrigens um knapp 10% gesenkt. Diese Senkung ist vor allem auf eine bessere Steuerung der Tiefkühlanlagen sowie auf die Installation von weiteren Frequenzreglern zurückzuführen. Diese Regler sorgen dafür, dass beispielsweise Ventilatoren nicht auf maximale Leistung eingestellt werden müssen. Wenn eine geringere Leistung eingestellt wird, senkt dies den Energieverbrauch.“ Antoon zieht einen Vergleich zum Autofahren: „Wenn man die Drehzahl reduziert, senkt dies den Treibstoffverbrauch ganz erheblich.“ Die Senkung haben wir erreicht, obwohl im Produktionsprozess weitere Maschinen hinzugekommen sind, die selbstverständlich auch wieder Energie verbrauchen.

CO2-Reduktion
Auf Basis des Gas-, Strom- und Heizölverbrauchs berechnet Van Geloven auch den CO2-Fußabdruck (Bereich 1 und 2).  Im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren wurde 2014 eine Steigerung der CO2-Emmission verzeichnet. „Schuld daran ist vor allem der Stromverbrauch, der pro Tonne gestiegen ist. Dies wird hauptsächlich durch die Zunahme der Co-Packing-Aktivitäten verursacht, die zusätzlich Energie kosten. Dabei geht es um die Produktion am Standort X und die Verpackung am Standort Y. Des Weiteren haben wir es mit einer Ausweitung der Automatisierung zu tun, wodurch menschliche Energie durch elektrische Energie ersetzt wurde. So wurde in Helmond (Niederlande) 2014 ein automatisches Verpackungsfließband installiert“, führt Antoon aus.

Zusammenarbeit in der Kette
Um weitere Erfolge auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit auch außerhalb des Unternehmens zu verbuchen, arbeitet Van Geloven eng mit staatlichen Institutionen und Parteien innerhalb der Kette zusammen. „Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit einem Fleischlieferanten.“ Dadurch haben wir zum Beispiel die Möglichkeit, gekühlte statt tiefgefrorene Rohstoffe zu verarbeiten“, berichtet Antoon. „Und in Zusammenarbeit mit dem Lieferanten einer Palettiermaschine haben wir den Verbrauch von Wickelfolie, die zwecks Stabilisierung um die Paletten gewickelt wird, drastisch senken können, wodurch auch weniger Energie in der Kette verbraucht wird.“
Darüber hinaus nimmt Van Geloven neue Technologien unter die Lupe, um zu prüfen, ob diese zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele beitragen können. Begeistert berichtet Antoon: „Ein Ergebnis davon ist die Tiefkühlanlage in unserer Fabrik in Helmond. Früher war diese auf Zeit eingestellt, wodurch die Produkte häufig unnötig lang tiefgefühlt wurden (um kein Risiko einzugehen). Mit einem Temperaturfühler, den wir in die letzte (beispielsweise) Fleischfrikandelle einer Serie, die in die Tiefkühlanlage geschoben wird, integrieren, wissen wir genau, wann die gesamte Serie Frikandellen tiefgefroren ist und wann somit die Anlage auf die konstante Beibehaltung der richtigen Temperatur umgeschaltet werden kann. Dadurch erzielen wir eine erhebliche Einsparung beim Energieverbrauch.“
Wenn es um den Stromverbrauch geht, entscheidet sich Van Geloven ganz bewusst dafür, ausschließlich grauen Strom einzukaufen.“ „Der Verbrauch von grünem Strom kostet zusätzliches Geld, das wir lieber in die Senkung des Stromverbrauchs investieren.“

Andere Initiativen
„Selbstverständlich gucken wir uns auch nach anderen Möglichkeiten zur Nutzung nachhaltiger(er) Energie um. Das Heißwasser, das wir benötigen, erhitzen wir bereits so weit wie möglich mit Restwärme, die aus den Gasen der Dampfkessel und den thermischen Ölanlagen freigesetzt werden. Darüber hinaus betrachten wir die Möglichkeiten, einen Teil unserer Energie mittels Solarzellen oder Wind (im kleinen Stil in Verbindung mit Genehmigungen) selbst zu erzeugen“, erzählt der Umweltexperte. Ferner wird für die Fabrik in Tilburg die Möglichkeit geprüft, für die thermischen Ölkessel zukünftig ungereinigtes Gas aus einem Fermenter statt Erdgas zu verwenden. Und für den Standort Helmond wird zusammen mit der Gemeinde die Möglichkeit geprüft, Wasserstoff (Restprodukt eines nahe gelegenen Betriebs) als Gas für die Dampfkesselanlage einzusetzen. „Die Erfolgsaussichten lassen sich nur schwer einschätzen, aber innerhalb der nächsten drei Jahre sollten wir diesbezüglich mehr Klarheit haben. Sollten wir diesen Plan tatsächlich umsetzen können, sparen wir gut 1.000.000 m3 Erdgas ein. Dies liefe auf eine Senkung des gesamten Gasbedarfs von Van Geloven um gut 20% hinaus. Das wäre ein echter Meilenstein bei der Einsparung von Energie.“

Nicht hintenanstehen
Antoon Panhuijzen ist bereits seit 33 Jahren im Unternehmen tätig. Zu Van Geloven kam er offiziell bei der Übernahme von Van Lieshout Snacks im Jahr 2002. Seine Leidenschaft für sein Fachgebiet erklärt er so: „Ich strebe bei allem immer nach dem Besten und liebe die Veränderung. Diese Einstellung deckt sich mit der des Unternehmens; hinter der Masse hintenanstehen, das ist nicht unser Stil. Ich bin stolz darauf, dass es uns noch immer gelingt, in den meisten Punkten bessere Ergebnisse als die Norm zu erzielen, und das, obwohl die Anforderungen immer strenger werden und wir bereits in der Vergangenheit unseren Energiebedarf erheblich senken konnten. Wenn ich einfach mal träumen darf, dann stelle ich mir eine Fabrik vor, die energie- und abfallneutral ist. Aber natürlich ist mir bewusst, dass diese Vision vorerst ein Traum bleiben wird.“


ZITAT ENERGIE:

Das Unternehmen nimmt am MJG Energie teil und hat das Ziel für 2018 bereits jetzt erreicht. Das Unternehmen ist überaus innovativ aufgestellt, und Energie ist eine der Hauptangelegenheiten innerhalb der Unternehmensführung. Das Unternehmen strebt kontinuierlich nach einem möglichst niedrigen Energieverbrauch. Seit 2000 ist der Verbrauch von 450 kWh/t Produkt auf 220 kWh/t Produkt gesunken.

Quelle: aus dem Bericht des Umweltbeauftragen für Helmond, Paul Werner, 23.05.2013