Terug

Transparenz


Transparenz heißt für uns: Wir öffnen unsere Türen
Interview mit Fredrikke van Helden

„Transparenz ist ein wichtiges Thema innerhalb der Unternehmenspolitik von Van Geloven auf dem Gebiet der Corporate Social Responsibility“, sagtFredrikke van Helden, Innovation Manager Marketing bei Van Geloven und Vorsitzende der CSR-Koordinierungsgruppe des Snackproduzenten. „Transparenz erzeugen wir nur, indem wir im wahrsten Sinne des Wortes unsere Türen öffnen. Dabei schätzen wir den Dialog, denn wir möchten gern erfahren, welchen Eindruck unsere Kunden und andere Stakeholder von unseren Marken und CSR-bezogenen Angelegenheiten haben.“ 

In der heutigen Zeit der sozialen Netzwerke und Smartphones erwarten wir alle, zu jeder Tages- und Nachtzeit auf alle denkbaren Information zugreifen zu können, und diskutieren Themen online. Darüber hinaus verlangen Kunden und Stakeholder nach ehrlichen und klaren Informationen etwa zur Herkunft der Zutaten oder auch zur Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Van Geloven öffnet seine Türen daher gleich an mehreren Fronten. Zum Beispiel bietet Van Geloven Werksführungen für Studenten, Journalisten und die Familien von Mitarbeitern an. Diverse niederländische und belgische TV-Programme haben bereits Aufnahmen von unserem Betrieb ausgestrahlt, darunter etwa ‚Proefkonijnen‘, ‚Hart van Nederland‘ und ‚Wouters & Waes‘. Food- und Lifestyle-Blogger traf Van Geloven außerhalb seines Betriebsgeländes, um Dialoge zu führen und Inspiration zu sammeln. Ein anderes Beispiel ist das belgische Koproduktionsprojekt zusammen mit dem Jugendsender JIM. Jugendliche konnten online angeben, wie ihr Lieblingssnack aussehen müsste. In ein paar Schritten wurden in der Dreieckskonstellation JIM-Jugendliche-Mora zusammen fünf Konzepte entwickelt. Die Jugendlichen durften über die beste Idee abstimmen und dieses Konzept wird 2015 auf den Markt gebracht: Das JIM-Mora Stache (JIM-Mora Schnurrbart)! Sehen Sie sich das  Video an, um einen Eindruck von diesem Projekt zu erhalten. „Und natürlich ist auch dieser CSR-Jahresbericht selbst Ausdruck unserer Transparenz“, führt die Innovationsmanagerin fort. „Wir möchten zeigen, wer wir sind, was wir in Sachen CSR zu bieten haben und welchen Herausforderungen wir uns dabei stellen müssen.“

Zuhören
Für unsere Kunden steht die Tür immer offen, und wir finden es wichtig, auch anderen Stakeholdern zuzuhören. Bei wichtigen Themen unterwirft sich Van Geloven strengen Maßstäben, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Damit reagieren wir auf Wünsche in den Bereichen Produktentwicklung oder -kommunikation. „Manche Kunden, für die Van Geloven eine Handelsmarke entwickelt und produziert, fragen zum Beispiel explizit nach nachhaltigem Palmöl, Sonnenblumenöl ohne Geschmacksverstärker, einer spezifischen Salznormung oder nach dem Einsatz von nachhaltigem Soja. Solche Wünsche berücksichtigen wir“, erklärt Fredrikke. Und - mittlerweile schon fast Standard und für Van Geloven selbstverständlich - die Frage nach Eiern aus Bodenhaltung. Der Erwartung nach werden Kunden ab 2015 verstärkt sog. mass balance*-Palmöl nachfragen. Ende 2014 ist Van Geloven vollständig zu segregated**-Palmöl übergegangen. „Damit sind wir der Nachfrage sogar einen Schritt voraus. Diese Entscheidung haben wir ganz bewusst getroffen, da dieses Thema unsere Kunden bewegt und da es außerdem sowohl in Bezug auf Verfügbarkeit als auch in Bezug auf Bezahlbarkeit akzeptabel ist. Darüber hinaus verleiht es uns einen Wettbewerbsvorteil“, führt Fredrikke aus.

Detaillierte Produktinformationen
Auch im übertragenen Sinne öffnet Van Geloven bereits seit Jahren seine Türen, so informiert Van Geloven über die gesetzlichen Anforderungen hinaus detailliert über Nährwerte oder auch Allergene und druckt auf den Mora-Verpackungen die Nahrungsrichtlinie (GDA) ab. Und auch auf der Website und der digitalen (für Out-of-Home-Kunden konzipierten, aber auch von anderen Stakeholdern besuchten) Produktinformationsplattform PS im Foodservice sind diese Angaben verfügbar. Ein Beispiel dafür ist die Angabe der empfohlenen Tageszufuhr (ehemals GDA) auf nahezu allen Verpackungen von Mora. Nur kleine Verpackungen, auf denen aus Platzgründen nur die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben abgedruckt sind, bilden hier eine Ausnahme.

Auch durch die Angabe ausführlicher Nährwerte einschließlich des Natrium-/Salzgehalts in diesen Produkten und die Hervorhebung der Allergene durch Fettdruck geht Van Geloven einen Schritt weiter, als gesetzlich vorgeschrieben. Und das schon seit Jahren.
Erst seit 2015 sind die meisten dieser Elemente Pflicht und müssen alle Produkte der neuen europäischen Informationsverordnung entsprechen (die neue europäische Verordnung ‚Lebensmittelinformations-Verordnung für Konsumenten‘ -> Verordnung (EU) Nr. 1169/2011.). Die Angabe der empfohlenen Tageszufuhr ist dann zwar immer noch nicht rechtlich vorgeschrieben, muss jedoch, wenn sie abgedruckt wird, in einem bestimmten Format erfolgen.
Um auch Vegetariern und Flexitariern eine tolle, vertrauenswürdige Auswahl zu bieten, lässt Van Geloven die vegetarischen Produkte offiziell vom Vegetarierverband genehmigen. Zum Beweis für die Genehmigung druckt das Unternehmen das Europäische Prüfsiegel für vegetarische Produkte (EVU-Logo) auf der Verpackung ab.

Offene Kommunikation zwischen Abteilungen
Neben Transparenz nach ‚außen‘ strebt Van Geloven auch interne Transparenz an. „Seit jeher ist unsere Branche recht verschlossen. Wir stellen uns der Herausforderung, transparenter zu sein. Nach außen, aber auch untereinander. Diese Erkenntnis setzen wir mehr und mehr in die Tat um. Und dabei ziehen wir alle an einem Strang“ berichtet Fredrikke. „Auch im Hinblick auf den CSR-Gedanken ist es von prioritärer Wichtigkeit, dass wir zwischen den Abteilungen so offen wie möglich miteinander kommunizieren. Ein Beispiel dafür ist die ‚Groene Lijstje‘ (Grüne Liste).“ Auf dieser Liste sind alle über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Kriterien aufgeführt, die die Produkte von Van Geloven auf unternehmerischer und/oder markenbezogener Ebene erfüllen müssen. Diese Liste wird um neue Standpunkte und Wünsche, die das Unternehmen im Hinblick auf eine effektive CSR-Strategie entwickelt, ergänzt und somit immer wieder aktualisiert. Bei Innovation oder Überholung von Produkten bildet diese Liste den Ausgangspunkt für alle Abteilungen. „Wenn wir untereinander transparent sind, können wir uns gegenseitig besser verstehen und dadurch gemeinsam noch besser daran arbeiten, die Nachhaltigkeit innerhalb unseres Unternehmens weiter zu steigern. Und genau das ist heutzutage ganz entscheidend. Beispiel: Ein Händler kann kein Produkt auf den Markt bringen, von dem er nicht genau weiß, woraus es hergestellt wird und woher es stammt. Eine Verknüpfung beispielsweise mit dem Einkauf ist dabei von größter Bedeutung. In meiner Rolle versuche ich, Mitarbeiter und Abteilungen zusammenzubringen, um gemeinsam entscheidende Herausforderungen anzugehen. Wenn dies gelingt, ist das ein tolles Gefühl“, schließt die Vorsitzende der CSR-Koordinierungsgruppe.

* Mass Balance (MB): Nachhaltiges Palmöl aus zertifizierten Quellen wird auf administrativer Ebene in der Kette verfolgt, kann jedoch mit regulärem Palmöl vermischt werden.

** Segregation (SG): Nachhaltiges Palmöl von unterschiedlichen zertifizierten Plantagen wird im Laufe der gesamten Kette strikt von regulärem Palmöl getrennt.